ÜBERJAZZ Festivalueberjazz uberjazz

11. Nov (Fr)   Terrace Martin & The Polly Seeds  |   Adrian Younge  |   Marcus Strickland's Twi-Life  |   Jameszoo Quartet  |   The Comet Is Coming  |   Girls In Airports  |   Yussef Kamaal  |   Mark de Clive-Lowe  |   Sarathy Korwar  |   Rocket Men  
12. Nov (Sa)   The Cinematic Orchestra  |   Thundercat  |   GoGo Penguin  |   Ed Motta  |   Carlos Niño & Friends  |   Idris Ackamoor & The Pyramids  |   Makaya McCraven  |   Young Gun Silver Fox  |   Mark de Clive-Lowe  |   Meute  |   Andi Otto & Love-Songs  

Das Hamburger ÜBERJAZZ Festival präsentiert seit 2010 aktuelle genreübergreifende Stilrichtungen irgendwo zwischen den Koordinaten Jazz, Elektronik, Hip Hop und vielem mehr. Dabei wendet sich das Festival unter Berücksichtigung gänzlich veränderter Hörgewohnheiten des digitalen Zeitalters an Publikumsgruppen, die sich nicht zwangsläufig als jazzaffin im herkömmlichen Sinne begreifen. Vier Kampnagel-Hallen unterschiedlicher Kapazität werden an einem Wochenende von über 20 verschiedenen Bands bespielt. Das Programm der diesjährigen Ausgabe erstrahlt im Glanze der einzigen Deutschlandshow von The Cinematic Orchestra, versammelt mit Thundercat, Terrace Martin, Adrian Younge oder Carlos Niño maßgebliche Vertreter der pulsierenden Musikszene Los Angeles und bietet durchgehend gelebte Vielfalt von UK-Sensation GoGo Penguin über den ›Koloss von Rio‹ Ed Motta bis zu Hamburgs Techno-Marchingband Meute.
Der inhaltliche Ansatz des ÜBERJAZZ Festivals spiegelt sich gerade in jüngster Vergangenheit in allerlei unerwarteten musikalischen Entwicklungen wieder: So unterschiedliche Erfolgs-Alben wie Kendrick Lamars ›To Pimp A Butterfly‹, oder Kamasi Washingtons ›The Epic‹ sowie der ›deconstructed Jazz‹ eines Flying Lotus und seines Brainfeeder Labels zeigen exemplarisch, was möglich ist, wenn man sich über gängige Gesetzmäßigkeiten hinweg setzt.
Derlei Entwicklungen und Strömungen trägt das ÜBERJAZZ seit jeher Rechnung.
Insofern hat ein Album wie ›To Pimp A Butterfly‹ auch für das ÜBERJAZZ einen relevanteren Stellenwert als die gesamten Backkataloge so mancher Jazzlabels. Es ist es beileibe kein Zufall, dass man mit Thundercat und Terrace Martin gleich zwei maßgeblich an der Entstehung von Lamars Masterpiece beteiligte Schlüsselfiguren im diesjährigen Line Up fndet, die zudem Teil des programmatischen LA-Schwerpunkts sind.
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Zu Gast aus der Stadt der Engel:


Thundercat
Thundercat ist bekanntlich Flying Lotus' rechte Hand am sechssaitigen Muckerbass, wirkte ausgiebig auf dessen letzten Alben mit und gilt neben Fly Lo himself als das Aushängeschild des Brainfeeder Labels. Neben seinen dortigen Veröffentlichungen pflastern tonnenweise Collabos mit Künstlern von Mac Miller über Erykah Badu bis Kendrick Lamar oder Kamasi Washington seinen Weg. Und ja, er war auch mal bei den Suicidal Tendencies. Der Vorbote zu seinem nächsten, 2017 erscheinendem, Album zieht seit kurzem online seine Kreise, dieses Jahr kann man Thundercat estmalig in Hamburg auf dem ÜBERJAZZ erleben (einzige Deutschlandshow).

Terrace Martin & The Polly Seeds
Von Terrace Martin stammen zig zitierfähige Aussprüche wie etwa, dass er ohne ›Midnight Marauders‹ (das legendäre dritte A Tribe Called Quest Album) wahrscheinlich nie angefangen hätte, sich für Jazz zu interessieren. Der Producer, Saxophonist und Keyboarder ist der Mann der Stunde. Für seine Arbeit an ›To Pimp A Butterfly‹ sahnte Martin einen Grammy ab und produziert aktuell das nächste Herbie Hancock Album. Auf dem ÜBERJAZZ Festival spielt er erstmalig mit seiner eigenen Band The Polly Seeds in Hamburg.

Adrian Younge
Adrian Younge ist besessen von der analogen Soundästhetik der Jahre 1968 bis 1973 und avancierte als Produzent, Multiinstrumentalist und Labelmacher zur ersten Adresse in LA für neue Beats, die klingen als basierten sie auf alten Samples. Jay Z klopfte bei ihm exakt dafür an, mit Ghostface Killah oder Bilal produzierte er Wahnsinnsalben und zuletzt bastelte er gemeinsam mit Ali Shaheed Muhammad den Score für ›Luke Cage‹, einer neue Marvel Serie, die Ende September weltweit auf Netflix startet. Mit seiner eigenen Band stellt Younge im Rahmen des ÜBERJAZZ Festivals sein brandneuess Album ›The Electronic Void‹ vor, das seinen grandiosen Rumpelsound mit analogen Synthies vereint.

Carlos Niño & Friends
LA-Legende Carlos Niño prägt als Producer, Percussionist, DJ, und Mentor seit gut 20 Jahren das vielfältige musikalische Geschehen seiner Stadt.  Der Dublab-Mitbegründer
und Suite For Ma Dukes Produzent kommt mit einer topbesetzen Band zum ÜBERJAZZ, um sein jüngstes Album ›Flutes, Echoes, It's All Happening!‹ live umzusetzen. Neben Josh Johnson, Dexter Story und Jamire Williams wird hier auch Violaspieler, Arrangeur und Komponist Miguel Atwood-Ferguson in Erscheinung treten, seines Zeichens der Mann für Streicher aller Art in LA.

Mark de Clive-Lowe
Der neuseeländische Keyboarder, Producer, DJ und Tausendsassa Mark de Clive-Lowe
hatte stets ein Händchen dafür, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu landen. Seit sieben Jahren in LA ansässig, ist er längst integraler Teil der dortigen Szene und wird nun auf dem ÜBERJAZZ unter Mitwirkung diverser Musiker aus dem stattlichen LA-Aufgebot im Line-Up etwas äußerst einmaliges inszenieren.

Jameszoo Quartet
Der niederländische DJ und Producer Jameszoo lebt zwar nicht in LA, legte vor kurzem aber sein schlicht ›Fool‹ betiteltes Debutalbum auf Brainfeeder vor und ist dementsprechend Teil der erweiterten Familie des Labels. Eingespielt mit allerlei Topmusikern von Thundercat bis Richard Spaven, sowie Gastfeatures von Steve Kuhn und Arthur Verocai, wagt er nun auch live den überaus gelungenen Sprung ins Bandformat.


Sozusagen als ›honorable mention‹ zum Thema LA im Rennen:

Young Gun Silver Fox  
Shawn Lee und Andy Platts haben in einem anderen Leben bereits über 40 Alben
veröffentlicht bevor sie als Young Gun Silver Fox zusammenfanden, um sich vor dem Los Angeles der 1970er Jahre und Bands wie den Doobie Brothers, Steely Dan oder Hall & Oates zu verneigen. Diese gerne verkannte Ära erfreut sich unter Connaisseuren seit jeher zu recht ungebrochener Beliebtheit und erlebt unter Schlagworten wie ›Yachtock‹ oder ›AOR‹ seit geraumer Zeit wieder einen kleinen Hype. Dem Vernehmen nach ist auch Ed Motta großer Fan von Young Gun Silver Fox, was durchaus Sinn ergäbe.

Ed Motta
Ed Motta, der Koloss von Rio, pflegte in Europa und speziell hierzulande lange Zeit eher das Dasein des klassischen Geheimtipps. Durch seine jüngeren Album und stete Livepräsenz in den letzten Jahren ändert sich dieser Zustand nun fortwährend. Sein letztes Album entstand in LA unter Mitwirkung zahlreicher  dort ansässiger Topmusiker wie Patrice Rushen. Hier geht es nicht um Aufbruch zu neuen Ufern, stattdessen trifft die Stimme Donny Hathaways auf die Essenz aus Jazz, Soul und Brasil. Das kann keiner so wie er.


Zu Gast aus anderen Ecken der USA:

Marcus Strickland's Twi-Life
Marcus Stricklands jüngstes von Meshell Ndegeocello produziertes Twi-Life Album ›Nihil Novi‹ auf Blue Note ist schwer beeinflusst von seinem Herz für DJ-Beatmaking, vergleichbar mit Artists wie Robert Glasper Experiment oder Chris Dave & The Drumhedz. Zusammen mit letzteren gastierte der Saxophonist aus Florida bereits beim ÜBERJAZZ Festival 2014.

Makaya McCraven
Der Chicagoer Schlagzeuger Makaya McCraven bezeichnet sich nicht ohne Grund als »Beat Scientist«. Sein Jazz steht knietief im Hip-Hop und weiß wie man Madlib oder J Dilla buchstabiert. Nach dem gefeierten Debutalbum ›In The Moment‹ folgt nun im Rahmen des ÜBERJAZZ Festivals der erste Hamburg Gig.

Idris Ackamoor & The Pyramids
Idris Ackamoor und sein legendäres, seit 2011 wiedervereintes Spirtual und Cosmic Jazz Ensemble The Pyramids veröffentlichten im Sommer 2016 ihr mit Max Weissenfeldt eingespieltes neues Album ›We Be All Africans‹ auf Strut Records und kehren nun zurück auf das ÜBERJAZZ Festival. Das war bereits beim ÜBERJAZZ 2011 großes Kino.


Neben The Cinematic Orchestra, die als Headliner mit einer mächtigen zweistündigen Show, den Festival-Samstag krönen, sind zahlreiche weitere spannende britische Bands  zu Gast:

GoGo Penguin
GoGo Penguin aus Manchester haben mit ihrem Trademarksound, der gerne als ›analoge Elektronika‹ bezeichnet wird, bereits zweimal das ÜBERJAZZ Festival im Sturm erobert. 2014 war ein gewisser Don Was im Publikum, der sie als erste englische Band überhaupt für Blue Note unter Vertrag nahm, wo im vergangenen Jahr schließlich ihr drittes Album ›Man Made Object‹ erschien. 2016 sind GoGo Penguin nun mehr als reif für die große Bühne in der K6.

The Comet Is Coming
Danalogue The Conqueror, Betamax Killer und King Shabaka alias The Comet Is Coming zimmerten sich 2013 ein Raumschiff vollgepackt mit Synths, Drums und Sax und nahmen Kurs Richtung musikalischer Zukunft.  Dabei entstand ihr irres, für den Mercury Prize nominiertes Album ›Channel The Spirits‹, dem nun der erste Hamburg Gig beim ÜBERJAZZ Festival folgt.

Yussef Kamaal
Yussef Dayes und Kamaal Williams (alias Henry Wu) spielten 2015 eine Boiler Room Session, um Williams' Solo-Material live vorzustellen. Das machte beiden wiederum derart Laune, dass daraus das gemeinsame Projekt Yussef Kamaal entstand. Mittlerweile bei Gilles Petersons Brownswood Label unter Vertrag, haben sie eines der heißesten Alben des laufenden Jahres im Ärmel, das kurz vor dem ÜBERJAZZ erscheinen wird.

Sarathy Korwar
Wer Four Tet, Floating Points, Gilles Peterson, Koreless and Nick Woodmansey zu seinen Mentoren zählt, kann nicht viel falsch gemacht haben. Der von der Steve Reid Foundation geförderte Tablaspieler und Percussionist Sarathy Korwar verbindet auf seinem Nina Tune Debüt ›Day To Day‹ indische Rhythmusstrukturen und Fieldrecordings von Sidi Musikern mit Spiritual Jazz und mehr.


Selbstredend ist auch Hamburg auf dem ÜBERJAZZ angemessen vielseitig vertreten:

Meute
Hamburgs Techno-Marching-Band Meute löst die elektronische Musik vom DJ-Pult und beschwört aus Blech, Schweiß und Trommeln ein neues Genre herauf. Bestehend aus einem Dutzend Schlagzeugern und Bläsern, darf des Wahnsinns fette Meute natürlich auch auf dem ÜBERJAZZ Festival nicht fehlen.

Andi Otto & Love-Songs
Andi Otto, der Hamburger Cellist mit dem sensortechnisch erweiterten Cellobogen, lädt das krautige Trio Love-Songs als Live-Verstärkung auf die Bühne ein. Neben einer exklusiven Version von Andi Ottos Single ›Bangalore Whispers‹, spielen die vier Musiker auch eigens für diese Konstellation komponierte Tracks, die beim Überjazz 2016 Premiere feiern dürfen.

Rocket Men
Rocket Men aus Hamburg peitschen ihre Rakete gleich mit dem ersten Akkord in Richtung Weltall. Inspiriert von der Unendlichkeit des Universums und der Freiheit des Jazz vermengen sie historische und aktuelle Zitate, Samples, Visuals und unterschiedlichste Szenen. Rocket Men zeichnen sich u.a. mitverantwortlich für die ›Jazz-Lab‹ Reihe im Volt.


Wir wollen jetzt nicht davon anfangen, dass Altona ja einst zu Dänemark gehörte, aber
möchten zu guter Letzt die einzige dänische Formation im Programm  keinesfalls unerwähnt lassen:


Girls In Airports
Girls In Airports aus Dänemark stehen für einen gewaltigen Sound, der sich aus Jazz, Indie und folkloristischen Einflüssen aus aller Welt speist. Auch in Hamburg längst nicht mehr unbekannt, haben sie sich durch ausgiebiges Touren in den letzten Jahren allerorts eine beachtliche Fanbase erspielt und gastieren nun erstmalig beim ÜBERJAZZ Festival.  
 
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Gefördert durch die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg.
Veranstaltet in Kooperation mit: Kampnagel, Jazzbüro Hamburg e.V. und der NDR Jazzredaktion.

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